Bei der sozialen Entwicklung geht es um die Interaktion mit anderen. Kinder gewinnen immer mehr menschliches Wissen, lernen sich in andere einzufühlen, anderen zu helfen und zu teilen. Soziale Entwicklung zieht sich eigentlich durch alle anderen Entwicklungsbereiche. Aber es kommt nicht von alleine, es muss sich entwickeln. Kinderbetreuung und außerschulische Betreuung bieten dafür ein hervorragendes Umfeld; eine Mini-Gesellschaft, in der Kinder mit Gleichaltrigen in Kontakt kommen.
Babys suchen Interaktion
Babys lieben es, gemeinsam im Laufstall zu spielen. Sie sehen, wie sie sich anschauen und entdecken. Sie interessieren sich aber auch sehr für die Gesichter von Erwachsenen, sie können sie lange betrachten. Sie suchen die Interaktion mit dem anderen. Deshalb spielen unsere pädagogischen Mitarbeiter regelmäßig mit den Babys auf dem Boden und nehmen sich die Ruhe und Zeit für das Staunen der Babys.
Kleinkinder spielen nebeneinander
Ein Kleinkind interessiert sich immer mehr für Gleichaltrige. Sie spielen zunehmend nebeneinander (Parallelspiel), spielen aber noch nicht wirklich miteinander. So können sie gelegentlich Konflikte haben; zum Beispiel, wenn einer dem anderen den Eimer nimmt, weil beide mit ihrem eigenen Spiel im Sandkasten spielen. Wir leiten die Kinder bei der Lösung des Konflikts an und identifizieren die Emotionen des anderen.
Kleinkinder spielen zusammen
Spielen ist und bleibt die führende Aktivität. Hier laufen eigentlich alle Entwicklungsbereiche zusammen, auch die soziale Entwicklung. Beim Rollenspiel ahmen sie Erwachsene nach und üben das Miteinander. Sie lernen die sozialen „Regeln“, die wir in der Gesellschaft kennen. Und noch besser: Sie lernen voneinander und miteinander.
Schulkinder
Ab etwa 7 Jahren lernen Kinder zu dezentralisieren: die Situation nicht nur aus ihrer eigenen Perspektive, sondern auch aus der Perspektive anderer zu betrachten. Sie können immer besser verstehen, warum die andere Person so reagiert oder was die andere Person in einem Streit fühlt. Das wird natürlich noch schwierig, aber Übung macht den Meister!
Wenn Kinder älter werden, wird das soziale Leben auch auf andere Weise wichtig. Es geht nicht nur um Spiel und Freundschaft, sondern auch um Status in der Gruppe. Kinder wollen dazugehören.
Bei Kibeo führen wir oft Gruppenaktivitäten durch, bei denen Kinder zusammenarbeiten und einander und sich selbst kennenlernen müssen. Wir üben auch (unbewusst) Gesprächstechniken wie das Zuhören beider Seiten, das Vorstellen und Äußern der Meinung. Soms gibt es Konflikte, aber wir lösen sie auch gemeinsam. Den Kindern wird die Zeit und Gelegenheit gegeben, dies zunächst selbst auszuprobieren. Wir sorgen für eine sichere und entspannte Atmosphäre in der Gruppe.
Wussten Sie….
… Kinder auch viel Sozialverhalten von Erwachsenen in der Umgebung kopieren? Es ist daher sehr wichtig, selbst mit gutem Beispiel voranzugehen. Bei Kibeo sind wir uns dessen bewusst und gehen gerne mit gutem Beispiel voran.
Merken Sie, dass Ihr Kind Schwierigkeiten hat, mit anderen zu interagieren? Hier zwei Tipps für zu Hause:
- Leiten Sie die Interaktionen
Setzen Sie sich hin, wenn Ihr Kind mit anderen spielt, und unterhalten Sie sich oder spielen Sie mit. Beobachten Sie, wie die Kinder aufeinander reagieren und ihre Gefühle und Verhaltensweisen ausdrücken. Du beschreibst im Grunde die Situation. „Siehst du, dass Rose nein sagt? Sie mag es nicht, wenn du es wegnimmst. Gib es einfach zurück“. So lernt das Kind, Signale von anderen zu erkennen und darauf zu reagieren. Betrachten Sie es positiv: Nennen Sie das Verhalten, das Sie sehen möchten, anstatt zu sagen, wie Sie es nicht tun sollten. - Komplimente machen
Rufen Sie an, wenn es gut läuft. "Wie süß von Ihnen, dies mit Kerem zu teilen". Aufgrund des positiven Feedbacks besteht eine gute Chance, dass sich dieses Verhalten wiederholt.
Mehr zum Thema Persönlichkeitsentwicklung lesen Sie im nächsten Blog.